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Medienberichte

Neubau Dreifeldturnhalle in Oederan

18.09.09

Neue Sporthalle soll Schulstandort stärken

Oederan. Einen Pflock für die Stärkung des ländlichen Raumes eingeschlagen haben gestern die Oederaner. So zumindest hat die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann den ersten Spatenstich für die neue Dreifeldsporthalle an der Frankenberger Straße in der Stadt des Klein-Erzgebirges kommentiert. Sie versicherte zugleich, sich für den Fortbestand der Oederaner Gemeinschaftsschule einzusetzen. Die Koalitionsvereinbarung für die neue Landesregierung von CDU und FDP habe Irritationen ausgelöst, urteilte die Eppendorferin. „Aber wenn es heißt, dass die Pilotprojekte mit Gemeinschaftsschulen beendet und ausgewertet werden, kann das auch bedeuten, dass sie sich bewährt haben und nun zum regulären Schulmodell werden.“

Diese Worte waren Balsam für die zum Teil sichtlich verunsicherten Oederaner Stadträte unter mehr als 100 Festgästen. Immerhin sollen bis zum Jahr 2012 insgesamt rund 8,5 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des Schulstandortes fließen. Die neue Sporthalle allein kostet rund 4,5 Millionen Euro. Dazu kommen unter anderem die Außensportanlagen für 475.000 Euro sowie Bauarbeiten an der Grund- und Gemeinschaftsschule gegenüber für mehr als 1,9 Millionen Euro. Zu dem Projekt gehören weiterhin der An- und Umbau der Kindertagesstätte „Buddelflink“ auf dem Areal (950.000 Euro) sowie eine Nahwärmetrasse für 240.000 Euro, über die der Gebäudekomplex per Holzpellets- oder Holzhackschnitzelkessel beheizt wird.

Bürgermeister Steffen Schneider (Freie Wähler) verwies in seiner Ansprache auf das Jahr 1953: „Genau vor 56 Jahren fand an der Richard-Wagner-Straße der erste Spatenstich für unsere alte Sporthalle statt.“ Er wünsche sich, so das Stadtoberhaupt, dass der Zusammenhalt, die gegenseitige Unterstützung und die Identifikation von damals bei dem gestern begonnen Bauprojekt erneut zum Tragen kämen. Immerhin hätten seinerzeit die Sportler  - allen voran die Handballer – 25.000 Arbeitsstunden im Nationalen Aufbauwerk (NAW) eingebracht. „Der Bau war mit 600.000 Mark aus Lottogeldern finanziert worden und hat fünf Jahre gedauert. Ich hoffe, dass wir es diesmal schneller schaffen.“

Die Handballer werden nach den Worten des Bürgermeisters von dem Neubau besonders profitieren – sie können ihre Heimspiele künftig wieder in Oederan austragen und müssen nicht mehr auf Brand-Erbisdorf ausweichen. Aus der alten Halle werde die umlaufende Empore übernommen: „Die hat sich bewährt.“ Zudem wird die neue Halle besonders stark wärmegedämmt, um künftig Heizkosten zu sparen.

Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) bezeichnete den Bau als „Signal der öffentlichen Hand, dass es wieder aufwärtsgeht.“ Ihm war zuvor mehrfach für Fördermittel gedankt worden – der Gesamtzuschuss liegt bei sechs Millionen Euro.

Quelle: Freie Presse, 18.09.2009

Im Handelshof öffnen erste Läden

02.10.08

Fassadensanierung fast fertig / Alte Figuren kehren zurück / Gastronomie am Naschmarkt.

Im Handelshof wird wieder gehandelt. In Kürze öffnen mehrere Geschäfte im zweitältesten Messepalast Leipzigs, den die hiesige Stadtbau AG mit hohem Aufwand saniert. Diesem Samstag öffnen sich die Türen zum ersten neuen Ladengeschäft, das durch die Komplettsanierung des Handelshofes entstanden ist. Auf drei Etagen wird Davud Kücüksakal, Chef der Firma IL Mondo, dann italienische Mode präsentieren. "Unser Shop wird größer als alle sechs bereits existierenden Il-Mondo-Läden zusammen.", freut er sich. "Wir können hier auch eine Schneiderei und Bar anbieten. Zum Start gibt es Freitag bis Sonntag, jeweils 14 bis 19 Uhr, stündlich Modenschauen in der Grimmaischen Straße."

Eine Woche später kommt im Handelshof ein Fossil-Uhrenshop dazu, demnächst noch Mode von Gerry Weber, Tom Tailor und Eterna, ein Einrichtungshaus der Marke Gries Deco sowie ein Café mit Naschwerk von Leysieffer. "Unsere prominentesten Flächen sind alle vermietet", erklärt Kristin Hensel, Sprecherin der Leipziger Stadtbau AG. Auf 4000 Quadratmetern werde in dem 1908/09 errichteten Gebäude künftig Einzelhandel betrieben.

Bei Ihrer Außenwerbung müssen die Shops aber Rücksicht auf die denkmalgeschützte Fassade nehmen, so Hannes Koefer, Technischer Vorstand der Stadtbau AG. "Wir haben größten Wert auf die Wiederherstellung des historischen Originals gelegt, wie der Handelshof vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aussah." Zum Beispiel sind die Türme über den Erkern, die Dachrinnen und Fensterverblechungen nun komplett aus Kupfer gearbeitet. Dies setzt sich mit Kupferleisten an acht Meter hohen Schaufensterbögen fort. "Dort wird der Name der Boutiquen durch einheitliche Schriftzüge aus Messing erscheinen", erläutert die Architektin Cornelia von Domaros. Wie das wirkt, lasse sich schon beim Schuhhaus Leiser besichtigen, das während der gesamten Sanierung im Objekt verblieben war. Unter dem Namen Tizian empfängt es nun wieder an der Front zur Reichsstraße seine Kundschaft.

Neben dem historischen Haupteingang, wo der alte Schriftzug "Handelshof" freigelegt wurde, kehren bald zwei meterhohe Original-Figuren zurück. Bis zum Jahresende soll die Fassadensanierung des gewaltigen Komplexes abgeschlossen sein, sagt Koefer. Dann gehe es mit dem Innenausbau für ein Oberklasse-Hotel mit 180 Zimmern weiter. Wer der Betreiber wird, stehe längst fest. "Den Namen und das Konzept möchte der künftige Betreiber aber zum geeigneten Zeitpunkt selbst verkünden." Die Eröffnung des Hotels sei für Mitte 2010 geplant. Im ehemaligen Mövenpick-Restaurant soll wieder Gastronomie einziehen, die auch den Freisitz auf dem Naschmarkt bespielt.

Im Rathaus lösen die Arbeiten am Handelshof Begeisterung aus. "Das alles ist vom Feinsten", schwärmt Wolfgang Kunz, Leiter des Stadtplanungsamtes. So gibt es auf dem Dach keine hässlichen Würfel, in denen bei anderen Bauten die Klimaanlage verpackt wird. Das Problem: Beim Blick von noch höherer Warte wie etwa dem City-Hochhaus sähe das nicht gut aus. Wenige Schritte entfernt in der Grimmaischen Straße öffnen am 23. Oktober etliche weitere Geschäfte. Im neuen Institutsgebäude der Universität, das der Leipziger Projektentwickler MIB errichtet hat, sind dann Levis, Mc Paper, Puma, Starbucks, ein DM-Drogeriemarkt sowie Tamaris-Schuhgeschäft zu finden.

Quelle: Leipziger Volkszeitung, 02.10.2008

Preisverleihung Ideenwettbewerb TU Bergakademie Freiberg

07.11.07

Pressemitteilung SIB NL Chemnitz, Gruppe PBT1

Der spürbare Klimawandel und dessen Auswirkungen sind schon heute für jeden unmittelbar spürbar und bestimmen zunehmend die Tagesordnungen der Politik. Der Freistaat Sachsen unternimmt große Anstrengungen, um mit aktiven Maßnahmen die Emission klimaschädlicher Gase, insbesondere von CO2, zu reduzieren. Eine Verwaltungs-vorschrift Energieeffizienz und zusätzliche finanzielle Mittel für unterschiedliche Programme unterstreichen diese Bemühungen.

Dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) stehen im Rahmen des Sonderprogrammes "Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Bestandsgebäuden des Freistaates" jährlich mehrere Millionen Euro zur Verfügung, um Baumaßnahmen durchzuführen, die eine nachhaltige Reduzierung des Energieverbrauches versprechen.

Die Niederlassung Chemnitz des SIB/Gruppe Technik lobte unter diesen Rahmenbedingungen einen Ingenieurwettbewerb aus. Wettbewerbsaufgabe war die Entwicklung von Ideen für eine Zentralisierung der Kälteversorgung unter Beachtung und Anpassung der Wärme- und Stromversorgung an der TU BA Freiberg. Dort werden notwendige Kühlleistungen noch durch eine Vielzahl von dezentralen, zum Teil unwirtschaftlichen Systemen vorgehalten.

Gesucht waren innovative Ideen, die in der Bearbeitungstiefe Vorplanung von fachkompetenten Juroren der TU BA Freiberg, der Architekten und Ingenieurkammer Sachsen/Projektgruppe Energie und des SIB/Abt. Technik an Hand der Kriterien zu bewerten waren:

  • Wirtschaftlichkeit
  • Einsatz von regenerativen Energien
  • CO2 Ausstoß, Anteil des Primärenergieeinsatzes
  • Flexibilität des Energiekonzeptes
  • Technikflächenverbrauch
  • Minimierung des Betreiberaufwandes

Um eine Teilnahme hatten sich 9 Ingenieurbüros und -gesellschaften beworben. 8 wurden letztendlich für eine Teilnahme ausgewählt. Nach einer 6wöchigen Bearbeitungszeit gingen 7 Arbeiten bei der Niederlassung Chemnitz ein.

Die Qualität der Arbeiten war von unterschiedlichem Niveau. Die herausragende Idee einer Arbeit und die fachlich schlüssige Darstellung eines Konzeptes in der geforderten Planungstiefe machte eine Entscheidungsfindung im Rahmen der Preisgerichtssitzung am 19.10.2007 in der ständigen Bauleitung der Niederlassung Chemnitz des SIB in Freiberg relativ einfach.

Das Ingenieurbüro Haupt aus Leipzig gewann ... den Wettbewerb und die ausgelobte Prämie von 10.000 Euro. Mit diesem Grundgedanken konnten sich die Ingenieure des Büros gegen andere Ideen, wie z.B. Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung und Erdwärmenutzung in unterschiedlichsten Variationen durchsetzen…

Insgesamt werden ca. 3 Millionen Euro für die Umsetzung dieses Konzeptes veranschlagt. Zu einer Vergleichsvariante ähnlich dem Bestand wird eine CO2-Einsparung von ca. 1200 t/a prognostiziert. Das SIB Niederlassung Chemnitz strebt unter der Voraussetzung entsprechender Bearbeiterkapazitäten an, dieses Konzept in den nächsten Jahren innerhalb des Sonderprogramms "Energieeffizienz" umzusetzen.

Am 7.11.2007 findet in der Aula der TU BA Freiberg, Akademiestraße 6 vor geladenen Vertretern der TU BA Freiberg, der Teilnehmer am Wettbewerb, des SIB sowie weiteren Gästen die Siegerehrung statt. Die Wettbewerbsarbeiten werden anlässlich dieses Termins präsentiert. Ab Ende November sind diese dann im Foyer des Verwaltungsgebäudes zu besichtigen.